Erfahrungsbericht: HeuHoj-Camp 2018

Alina

Das HeuHoj-Camp startete 2018 am Samstag im Bielatal (Bärenstein) locker mit einem Kennlernspiel „Wer bin ich?“. Am nächsten Tag ging es gleich mit der Steinrückenpflege los, nachmittags hatten wir die Möglichkeit die alte ehrwürdige Tätigkeit des Sensens zu erlernen. Mit den Teilnehmern des Heulagers wurde dieser Tag gemütlich am Lagerfeuer beendet. Der Montagvormittag wurde mit einem Workshop von Antikomplex gestaltet. Wir erstellten eine Zeitleiste der gemeinsamen Geschichte von Deutschland und Tschechien und redeten über schöne und sehr emotionale Erinnerungen. Nebenher konnten außerdem noch einige Vorurteile der Deutschen gegenüber den Tschechen und andersherum beseitigt werden. Nach dem Mittag wanderten wir durch die verlassene Stadt und schrieben kleine Gedichte. Der darauffolgende Dienstag wurde durch Wiesenarbeiten und das schauen des Films „Generation N“ von Veronika Kupkova, die uns gleichzeitig mit ihrem Besuch ehrte geprägt. Kulinarisch bestens versorgt wurden wir in der Zeit im Bielatal von unserer geliebten Köchin. Typisch tschechisches Essen sollte uns in Telnice erwarten. Der Umzug dorthin, der von einigen mit dem Fahrrad und von anderen mit dem Auto bestritten wurde, folgte am nächsten Tag. Eine Unterbrechung auf halbem Weg ermöglichte uns eine von der TU Dresden durchgeführte Exkursion „Arten ohne Grenzen“ zu erleben. In Telnice angekommen, richteten wir uns in der Hütte „U Novacka“ gemütlich ein. Der Donnerstag war einer von 2
Tagen, an denen wir auf einer der schwarzen Wiesen arbeiteten und abends waren deutsch-tschechische Filme angesagt. Unsere Arbeit auf der schwarzen Wiese beendeten wir am Freitag und organisierten gleichzeitig schon das Nachbarschaftstreffen, welches am Sonntag stattfinden sollte. Der Samstag wird uns wahrscheinlich allen als emotionalster Tag in Erinnerung bleiben, da wir nach einer kleinen Wanderung in der Gegend die sogenannte „Lebendige Bibliothek“ veranstalteten. 3 Zeitzeugen berichteten uns jeweils mithilfe eines Dolmetschers von ihrem Leben in Tschechien und Deutschland. Viele Abende ließen wir gemütlich am Feuer sitzend und Lieder singend ausklingen. Das HeuHoj-Camp endete mit
dem Nachbarschaftstreffen in Cinovec (CZ). Jedes Jahr sind Interessierte herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Wir kochten Kaffee und die Leute brachten leckeren selbstgebackenen Kuchen mit, der zwischen mehreren kleinen Ständen mit verschiedenen Angeboten verzehrt wurde. Bereichert wurde diese Veranstaltung noch durch das musikalische Angebot in der gleich mit auf dem Platz stehenden Kirche. Unbedingt erwähnt werden muss noch, dass wir zwischendurch immer wieder die Möglichkeit hatten, mit lustigen Sprachanimationsspielen unsere Deutsch- und Tschechisch-Kenntnisse aufzubessern. Super war, dass auch ohne diese Spiele die Verständigung gut geklappt hat und sich nahezu alle regelmäßig an den
Kontroversen beteiligten. So konnten auch die Deutschen von den tschechischen Teilnehmern noch Wörter wie „Relaxieren“ lernen. Vieles von dem werden wir bestimmt nie wieder vergessen. Danke für diese tolle Erfahrung!